Ein Kugelstoßpendel ist nicht nur dekorativ, sondern auch entspannend
Das Kugelstoßpendel ist vielen auch unter dem Namen Newtonpendel bekannt. Es besteht aus mehreren Kugeln, die einander berühren und an exakt gleich langen Pendeln angebracht sind. Hebt man eine oder mehrere Kugeln an und lässt sie auf die restlichen prallen, wird auf der anderen Seite die entsprechende Zahl an Kugeln abgestoßen. Daher hilft dieses Pendel dabei, physikalische Grundsätze zu verstehen.
Erfunden wurde das Kugelstoßpendel bereits 1676 durch den französischen Physiker Edme Mariotte. Außerhalb des Gebietes der Physik wurde es jedoch erst in den 1960er Jahren wirklich bekannt. Es war vor allem als dekorative Spielerei beliebt und war zu dieser Zeit in zahlreichen Wohnungen und Büros zu finden. Die schwingenden Kugeln laden zu zahlreichen Experimenten ein. Vor allem am Anfang wirkt es oft verblüffend, zu beobachten, welche Effekte sich beim Aufeinandertreffen der Kugeln ergeben. Dabei ist das Newtonpendel weit mehr als nur ein Spielzeug. Es gehört zu den einfachsten Möglichkeiten, das physikalische Verständnis zu schärfen. Vielen Menschen erscheint Physik zu theoretisch, weshalb sie sich kaum dafür interessieren. Das Kugelpendel hingegen macht sie praktisch erfahrbar und fasziniert auch viele Menschen, die mit diesem Gebiet der Wissenschaft sonst nur wenig anfangen können.
Dabei lässt sich ein interessantes Phänomen beobachten. Lässt man eine Kugel auf die anderen treffen, bleiben die Kugeln in der Mitte an ihrem Platz, die äußerste jedoch schwingt auf der anderen Seite nach außen. Schwingen zwei Kugeln auf die anderen zu, werden auch zwei Kugeln abgestoßen. Dieser Effekt ist schon spannend, so lange noch Kugeln in der Mitte verbleiben. Besonders beeindruckend jedoch wird es, wenn man mehr als die Hälfte der Kugeln anhebt und loslässt. Dennoch wird immer exakt dieselbe Anzahl auf die andere Seite hinüber schwingen. In diesem Fall schwingt also ein Teil der anderen Kugeln mit den anderen mit.
Am einfachsten lässt sich die Funktionsweise des Newtonpendels anhand eines Versuchs mit einer Kugel erklären. Beim Aufprall gibt diese einen Impuls an die nächste Kugel ab, welche diesen wiederum weiter leitet. Da die äußerste Kugel den Impuls nicht mehr weiter geben kann, schwingt sie nach außen. Verwendet man mehrere Kugeln, ist die weitergegebene Energie entsprechend stärker. Daher kann die äußerste Kugel diese nicht mehr alleine aufnehmen, weshalb dementsprechend mehr Kugeln mit nach außen abgestoßen werden. Neben seiner Funktion als physikalisches Spielzeug hat das Pendel auch noch einen entspannenden Effekt. Beim Aufeinandertreffen der Kugeln entsteht ein regelmäßiges klackendes Geräusch, das auf viele Menschen beruhigend wirkt. Außerdem kann es beim Stressabbau helfen, das Kugelstoßpendel eine Weile zu beobachten.
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